EXTRABLATT: Nazi-Keule hat ausgedient!

Am 11.9 war es soweit:
Diesmal stürzte die Fassade der AfD als bürgerlicher Partei ein, als das investigative und anerkanntermaßen objektive Nachrichtenmagazin Monitor in der ARD unwiderlegbare Beweise zeigte, dass in der AfD doch alle  Mitglieder Krypto-Nazis oder zumindest doch latente Rechtsextremisten sind. Diese Perle des Journalismus ist in der ARD-Mediathek abrufbar:

Monitor-„Bericht“ zur AfD

Die  Quittung bekamen die Macher der Sendung am Sonntagabend, als der mit über 10% in den thüringischen Landtag gewählte Sprecher des Landesvorstandes der AfD Björn Höcke vor laufenden Kameras verkündete, das sei „zwangsgebührenfinanzierte Volksverdummung“ gewesen.

Bemerkenswert ist weder besagter Monitor-Beitrag noch Björn Höckes Reaktion, sondern vielmehr, dass der ubiquitär gegen die AfD erhobene Rechts-Vorwurf vor allem die Wähler kaum interessierte. Das hat natürlich mit den immer dünneren und spärlicheren Haaren zu tun, an denen diese Vorwürfe herbeigezogen werden, denn sie folgen stets einem ähnlichen Muster: Man erkläre jemanden oder eine Organisation zum Rechtsextremisten, stelle dann eine persönliche oder argumentative Verbindung zum eigentlichen Angriffsziel her – et voilá – fertig ist der Zirkelschluss und alle Bösewichte sind überführt!?

Die intellektuelle Schlichtheit dieser „Argumentationslinie“, die man eigentlich nur bei rotznäsigen Antifanten oder linksgrünen Berufsideologen vermuten würde, hat leider noch nicht dazu geführt, dass sie sich im politischen Prozess wegen Misserfolgs ausgemerzt hätte. Im Gegenteil: Sie wird immer häufiger angewandt und, da das sogenannte bürgerliche Lager jede ernstzunehmende inhaltliche Positionierung und moralische Werte abgestreift hat, zunehmend auch von CDU und den Resten der FDP.  Diese bislang hauptsächlich parteiintern genutzten „Kompetenzen“ schienen sich bei der Diffamierung der AfD nun auszuzahlen: Neues Ziel, gleicher politisch-korrekter Hirnriss.

Es liegt in der kalten Logik des politischen Geschäfts, dass die Bürgerlichen so (re-)agieren, schließlich geht es hier um einen Wettbewerber, der primär an ihren Marktanteilen nagt, auch wenn die Statistiken zu Wählerwanderungen ein diffuses Bild ergeben. Dies scheint mir eher ein Echo auf vorangegangene Abwanderungen bürgerlicher Wähler zu sein, die nun bei anderen Parteien oder der größten Gruppierung von allen, den Nichtwählern, gelandet sind.

Für alle politisch Interessierten, mit hinreichendem Problembewusstsein ist schon lange klar, dass alle wichtigen Themen, wie Zuwanderung, Integration, Souveränitätsverlust, Ausplünderung durch Euro-Rettung, demografische Katastrophe usw. mit den ewig gleichen politisch-korrekten Floskeln „plattgemacht“ werden. Dass gerade die vielbesungenen bürgerlichen Freiheiten und Grundrechte heutzutage durch die politisch-mediale Kaste nach Gutsherrenart gewährt und entzogen werden, frei nach Hermann Göring „Wer Demokrat ist, bestimme ich!“, speist die Wut vieler Bürger. Dieser Personenkreis ist somit das natürliche Rekrutierungsreservoir der AfD und es ist daher folgerichtig, dass die Medienhetze genau dort nicht verfängt.

Die unabwendbare Zäsur ist erfolgt

Dass Probleme nicht verschwinden, nur weil nicht über sie berichtet wird, ist natürlich jedem klar – zumindest jedem außerhalb des politisch-medialen Paralleluniversums. Es war daher nur eine Frage der Zeit bis die Nazi-Keule wirkungslos werden und sich die zunehmende Spannung zwischen öffentlicher und veröffentlichter Meinung auch in Wahlen entladen würde.

Es wird dauern, bis das „Establishment“ eine Bewältigungsstrategie formuliert. Eigentlich hat die Kanzlerin das richtige Motto ausgegeben, dass nämlich gutes Regieren die beste Antwort sei. Das würde allerdings in vielen Bereichen eine absolute Kehrtwende bedingen, sodass man ihr und dem gesamten Parteienkartell die Fähigkeit dazu absprechen muss.

Sehr viel schneller werden sicherlich AfD-intern die richtigen und wichtigen Schlüsse gezogen werden, denn auch parteiintern wird des öfteren die Nazi-Keule geschwungen. Perfiderweise argumentieren vieler dieser PC-Hörigen mit vermeintlichem Schaden für die Partei, wenn nicht konsequent die eigenen Reihen gesäubert würden und greifen dabei auf die gleichen Mechanismen zurück wie die „Monitore“.

Tatsächlich ist das Gegenteil richtig, denn was das politische Klima in Deutschland vergiftet, kann innerhalb einer Partei nicht gut sein. Die damit einhergehende Tabuisierung bestimmter Fragestellungen und Antworten würde nicht nur dem basisdemokratischen Anspruch der AfD zuwiderlaufen, sondern auch den Mut zur Wahrheit verhindern, so dass die Ziele vieler Wähler und Anhänger unerreichbar würden.

Und nicht zuletzt spielt die Behauptung, in der eigenen Partei gebe es Rechtsextremisten, den Feinden der AfD in die Hände und ist daher nicht nur moralisch verwerflich, sondern auch in höchstem Maße parteischädigend.

Es ist daher für die Zukunft der AfD zu hoffen, dass der offenkundige Erfolg kantiger und alles andere als Mainstream-konformer Kandidaten in Brandenburg und Thüringen in jeder Hinsicht prägend sein wird.

Die Pressekonferenz zur Wahlnachlese gibt jedenfalls einen sehr vielversprechenden Vorgeschmack…

 

Andreas Lichert

Ein Gedanke zu „EXTRABLATT: Nazi-Keule hat ausgedient!“

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