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Klimawa(h)ndel – Wissen statt Meinung

Trotz oder gerade wegen unserer säkularisierten Welt scheint der Bedarf nach Glaubensinhalten weiter zu bestehen. Besonderer missionarischer Eifer konnte bis zur Entdeckung der diversen Minderheitenkulte bei Umweltfragen beobachtet werden.

Die Voraussagen des Club of Rome zu den Grenzen des Wachstums, Waldsterben und nukleares Armageddon fielen glücklicherweise aus und das Ozonloch scheint gerade eine Pause einzulegen. Aber seit einigen Jahren ist der Klimawandel DAS Thema für viele Umweltbewegte und führt nicht zuletzt in Form der Energiewende zu volkswirtschaftlichen Verwerfungen, auch wenn der Auslöser ein Erdbeben mit anschließender Flutwelle am anderen Ende der Welt war, das ein japanisches Kernkraftwerk zerstörte.

Das Thema Klimawandel wird leider immer stärker zu einer Glaubensfrage stilisiert und – natürlich – politisch instrumentalisiert. Dieser Prozess geht nicht ohne handfeste Skandale ab und zuletzt machte der Wechsel des prominenten Klimaforschers Lennart Bengtsson von den Warnern zu den Skeptikern (Spiegel Online, Eigentümlich frei oder Tagesanzeiger) viel Wirbel. Hoffentlich ebenso viel Wirbel wird sein Wiederaustritt aus einem klimaskeptischen Thinktank GWPF auslösen, der die aktuelle Situation (sogar) in den Naturwissenschaften in grellen Farben illustriert. Bengtsson wurde nach eigenen Angaben derart unter Druck gesetzt, dass er um seine Gesundheit fürchtete und daher das GWPF wieder verlässt.

Das Vorspiel zur Bengtsson-Affäre ist ebenfalls bezeichnen, denn offenbar wurde ein Studie Bengtssons „vom Fachblatt „Environmental Research Letters“ abgelehnt. Die Ergebnisse seien wenig hilfreich und nur nützlich für klimaskeptische Medien, hatten die Gutachter neben inhaltlicher Kritik schriftlich geurteilt, wie das Fachblatt bestätigt.“

Es zeigt also, dass eine Wissenschaft, die mit derartigen Summen bedacht wird, wie die Klimaforschung, durch und durch politisiert wird. Das bedeutet unweigerlich das Ende der Freiheit von Forschung und Lehre und wer das hyänenhafte Verhalten einer hetzenden Meute einzeln völlig harmloser und vermeintlich kultivierter Individuen einmal live erlebt hat, wird Bengtsson gut verstehen können.

Getreu unserer Devise Wissen statt Meinung trug aus unserem Kreis Heinz Flöter am vergangenen Donnerstag einen fundierten Vortrag zum (ideologiefreien) Stand der Erkenntnisse zum Klimawandel und dem menschlichen Einfluss darauf.

Text und Illustrationen dazu hat uns Herr Flöter dankenswerterweise zur Verfügung gestellt.

Menschengemachter Klimawandel